[Vier Stern Stunden]

Schauplatz: Ein in die Jahre gekommenes Vier-Sterne-Hotel, das schon bessere Tage gesehen hat.
Protagonist: Ein berühmter Schriftsteller, dessen Stern allerdings auch schon einmal heller geleuchtet hat.

Das und drei weitere Figuren sind die Zutaten für Daniel Glattauers Komödie.
Für das Abendprogramm des etwas abgetakelten Kur- und Kultur-Hotels soll der alternde und etwas überhebliche Autor interviewt werden. Die dafür Verantwortliche, eine Literaturwissenschaftlerin, ist ein „Fan“, nahezu seit ihrer Pubertät. Sie kann es kaum erwarten Ihrem „Helden“ gegenüberzutreten, aber er lässt sie aufs Grimmigste auflaufen, macht sich lustig über sie.
Seine sehr junge Freundin, mit der er angereist ist, beginnt ausgerechnet an diesem Abend, Schwierigkeiten zu machen. Des Nachts trifft sich der Autor, an der schließenden Hotelbar, mit der Literaturwissenschaftlerin wieder…

Alle vier Personen machen eine Entwicklung durch. Alle überraschen. Man denkt an (alte, weiße) Autoren wie Philip Roth, an LiteratInnen in der zweiten Reihe (etwa hinter Bert Brecht) und an die ganz jungen Bloggerinnen, die heutzutage Karriere machen. Und was Beziehungen betrifft, lässt Arthur Schnitzler grüßen.

Ein Stück über die Abgründe der sogenannten „Heros“, über vermeintliche Unnahbarkeit. Die ewige Frage der Theaterliteratur „Wer bin ich?“, die Fragen nach Erfolg und Misserfolg, die Problematik des Alterns – sie vereinen sich hier mit zwei wenig beachteten Problemen unserer Zeit: der Selbstüberschätzung und dem Verlust an Manieren. Zwei Frauenfiguren bringen zu guter Letzt Hoffnung – insbesondere für die Männer…



Komödie von Daniel Glattauer

Inszenierung – Nikolaus Büchel

Termine
Donnerstag 25. Juli Premiere

Samstag 27. Juli
Donnerstag 8. August
Samstag 10. August